Meine Wikinger

Sonntag, 25. September 2016

Unverglaste mit Durchblick 1

Versteckt in einem Konvolut konnte ich kürzlich einen unverglasten VW Käfer in blaumetallic ersteigern. Das Interessante an ihm ist, dass es sich um ein durchscheinendes Blaumetallic handelt. Ich habe bereits einen Ford 12M in dieser Farbe, andere Modelle mit diesem speziellen Kunststoff sind mir bisher nicht bekannt. Im Vergleich zum üblichen Blaumetallic wirkt es körnig.

Hier sieht man, dass sich die beiden durchscheinenden Modelle (2. u. 4. v. l.) auch ohne Gegenlicht von normalem Blaumetallic unterscheiden lassen. Das durchscheinende Blau ist intensiver.

Hier nochmal im Direktvergleich, der Käfer in durchscheinendem (links) und normalem (rechts) Blaumetallic. Das Blau ist nicht nur intensiver und dunkler, es ist auch eine körnige Struktur erkennbar.

Auch bei anderen Modellen und Farben kommt es allerdings vor, dass der Kunststoff durchscheinend wirkt, wenn man das Model vor eine Lichtquelle hält. Solche Modelle werden nun in diesem und dem nächsten Beitrag vorgestellt.

Hier der Ford 12M in blaumetallic. Wie man sieht ist der Kunststoff gleichmäßig durchscheinend, während bei manchen Modellen nur sehr dünne Stellen Licht durchlassen.

Die Ansicht von unten zeigt, dass die Bodenplatte keinerlei Licht durchlässt

Auch von oben kann man die Radausschnitte und die Öffnungen für die Achsbefestigung gut erkennen.

In der Schrägansicht wirken manche Bereiche dunkler, da hier mehr als zwei Wandstärken das Licht aufhalten.

Beim VW Käfer im gleichen Blaumetallic sieht man gut die mittige Klebelasche am Chassis.

Auch hier lässt das silberne Chassis kein Licht durch, die Karosserie aber deutlich, da in dieser Ansicht nur eine Wandstärke zu überwinden ist.

Aufgrund der Stoßstangen und seiner Form kippt der Käfer beim Blick von oben leider sehr.

Beim Blick von hinten lässt sich die runde Auswurfmarkierung auf der Innenseite des Dachs erkennen.

Die Schrägansicht ist auch hier durch überlappende Wände eher fleckig.

Geringe Wandstärken und minderwertiges Granulats ergaben bei den Drahtachsern auch teils durchscheinende Modelle, wie die folgenden:
In der Seitenansicht wirkt der Sportviersitzer noch recht massiv, nur an den Schwellern und den Rädern scheint Licht durch.

Hält man ihn gegen das Licht, sind nicht nur die Karosserie, sondern sogar die bemalten Sitze durchscheinend. Auf der Heckklappe war wohl leider mal eine Antenne montiert, daher befindet sich dort ein kleines Loch.

Der Blick von unten ist ähnlich, nur an den Radkästen kommt kaum Licht durch, vermutlich ist die Materialstärke hier größer.

Bei dieser US-Limousine sind auch wieder die Radkästen nicht durchscheinend, vor allem das Dach scheint aber recht dünn zu sein.

Beim Blick von unten erkennt man gut die "Fließnaht", die innen mittig die gesamte Karosserie entlang läuft.

Ebenfalls recht dünne Wandstärken besitzt der Dodge LKW, hier als Löschfahrzeug. Nur das Chassis scheint dicker zu sein, Kabine und Aufbau lassen Licht hindurch. Wie beim Käfer sind auch hier jeweils die Auswerfermarkierungen zu sehen.

Die Dodge Kabine ist sehr dünn geraten, fast jeder Bereich ist bei entsprechender Blickrichtung durchscheinend.

Weitere durchscheinende Modelle gibt es im nächsten Beitrag!

Sonntag, 17. April 2016

Straßentafeln für Fahrschulen

In meiner Sammlung verschiedener Straßenpläne und Untergründe für Dioramen sind durch die diesjährige Bremen Classic Motorshow zwei Straßentafeln dazu gekommen. Es handelt sich um magnetische Tafeln in einem stabilen Holzrahmen, die für Fahrschulen hergestellt wurden. Sie sind dafür gedacht, an der Wand hängend zur Veranschaulichung von Verkehrssituationen zu dienen. Dazu passendes Zubehör mit Magneten gab es von verschiedenen Herstellern, auch Wiking-Modelle wurden dabei gerne verwendet.

Firmenschild an der kleineren Straßentafel
Die Tafeln sind mit funktionsfähigen Ampeln und Warnleuchten ausgestattet. Über diverse Schalter können aufeinander abgestimmte Ampelschaltungen inkl. Abbiegepfeil, sowie rote Blinkleuchten am Bahnübergang aktiviert werden. Außerdem bietet die eine Tafel noch eine Fußgängerampel, die andere dafür ein gelbes Blinklicht am Zebrastreifen, sowie gelbes Blinklicht an den Ampeln um eine Fehlfunktion zu simulieren. Beide Tafeln sind mit schwarzer Tafelfarbe versehen, sodass man gut Kreide verwenden kann um Verkehrssituationen zu verdeutlichen.

Die kleinere Straßentafel (85cm x 55cm mit Rahmen, 82cm x 52cm ohne Rahmen) bildet eine recht komplexe große Straßenkreuzung ab, außerdem wurde in der Ecke noch ein unbeschrankter Bahnübergang angedeutet. Da es kaum Freiflächen gibt und diese zudem noch begrünt sind, habe ich hier auf Gebäude verzichtet und nur Bäume verwendet. Das Bild zeigt die Tafel verkehrtherum, die Aufhängung befindet sich hier unten, die oben rechts erkennbaren Schalter sitzen dann links unten.

Hier kann man sehen, dass der Holzrahmen rechts, also unten, höher ist. Dadurch dient er als Abstellfläche für Modelle, wenn die Tafel hängt. An dieser Tafel findet sich das oben gezeigte Schild des Herstellers WERNER DEGENER Lehrmittel GmbH, heute noch als DEGENER-Verlag in der Verkehrserziehung aktiv.

Der IH Tanksattelzug führt die Schlange an weiteren Transportern und Lastwagen an, erst hinter der Kreuzung dürfte er wieder überholt werden. Auf der sehr dominanten Pflasterstruktur fällt der Handwagenfahrer kaum auf. Das Andreaskreuz links ist das einzige aufgemalte Verkehrszeichen.

Die Aluverkleidung des alten Sattelaufliegers reflektiert hier das grüne Licht der Ampel Die Personengruppe scheint sich noch nicht über die Straße zu trauen. Vielleicht haben sie auch noch nicht bemerkt, dass auch die Fußgängerampel Grün zeigt, schließlich liegt sie hinter ihnen. Der Handwagenfahrer scheint da mutiger zu sein.

Die separate Rechtsabbiegespur kommt ohne Ampel aus, wenn die Kreuzung frei ist, darf hier jederzeit abgebogen werden. Zeigt die Ampel Grün für die Hauptstraße, ist das Abbiegen natürlich sicher. Der senfgelbe Düsseldorfer Transporter dient wohl als schlechtes Beispiel für Ladungssicherung. Wenn schon entsprechende Gurte fehlen, so wurde hier wenigstens nach vorne formschlüssig geladen.

Bei den wartenden Fahrzeugen im Hintergrund merkt man, dass die aufgezeichneten Fahrspuren für Wiking-Modelle doch etwas großzügig bemessen sind. Der gesamte Plan scheint eher für Siku-Modelle ausgelegt zu sein. Durch die Fahrbahnmarkierungen inklusive Richtungspfeile ist es auch nicht möglich die Anzahl der Fahrspuren zu variieren.
Das separate Licht bei der Ampel ist der grüne Pfeil für Rechtsabbieger, nicht zu verwechseln mit dem unbeleuchteten Grünpfeil.

Die zweite Straßentafel ist deutlich größer (103cm x 78cm mit Rahmen, 100cm x 66cm ohne Rahmen) und bildet neben einer großen Kreuzung noch einen Kreisverkehr mit Straßenbahn, eine Seitenstraße und ebenfalls einen unbeschrankten Bahnübergang ab. Dazu gibt es noch zwei Zebrastreifen, von denen einer mit einem gelben Blinklicht gesichert ist.
Die grafische Gestaltung ist im Vergleich zum anderen Plan deutlich reduzierter. Straßen- und Freiflächen, sowie die Fußwege sind mit einfachen Linien voneinander abgegrenzt. Unten befindet sich ein extra Fach um nicht benötigte Modelle abzustellen, dort sind auch die Schalter für die Beleuchtung zu sehen.

Dieser Kreisverkehr dürfte, nicht zuletzt durch seine asymmetrische Gestaltung sowie die Beteiligung einer Straßenbahn, den Fahrschülern einiges Kopfzerbrechen bereiten. Aber lieber so, als unvorbereitet im praktischen Unterricht in eine solche Situation zu geraten. Eine ähnliche Konstellation findet sich in Bremen am Stern, sechs Straßen treffen hier aufeinander, dazu kommen eine kreuzende Straßenbahn auf eigenem Gleiskörper mit Bedarfsampeln, eine eigene Radspur im Kreisverkehr, eine außenliegende Rechtsabbiegerspur und eine extra Busspur in einer der Straßen. Da ist es gut, wenn man derartige Konstellationen vorher mal in der Fahrschule theoretisch besprochen hat. Eine Fahrschule befindet sich übrigens direkt an diesem Kreisverkehr.

In der Seitenstraße ist einiges los, dazu parken noch Autos auf dem Bordstein. Da ist das Überholverbot durchaus sinnvoll. Die Straße mündet auf der einen Seite direkt vor dem Bahnübergang, auf der anderen direkt neben einem Zebrastreifen. Beides sind für eine Fahrschule durchaus interessante Konstellationen.

Die kurze Straße über die Bahngleise ist sehr breit, so dass die rechts parkenden Fahrzeuge kein Problem sind. Auf der gegenüberliegenden Seite wäre dies aufgrund der einmündenden Straße nicht erlaubt.

Rotes Blinklicht am Bahnübergang zeigt dem Karmann Ghia und dem schwarzen Mercedes, dass sie vor den Schienen warten müssen. Der VW T1 hat die Gleise zügig zu verlassen. Das Verkehrsschild rechts ist hier eigentlich falsch, da es einen beschrankten Bahnübergang ankündigt.

Dieser Fußgängerweg ist nicht nur durch entsprechende Fahrbahnmarkierungen (Zebrastreifen) gekennzeichnet, sondern noch zusätzlich mit zwei gelben Blinkleuchten gesichert. Da rechts eine Gruppe Fußgänger wartet, müssen die Auto anhalten und sie vorbeilassen. Vorne zeigt sich eine interessante Situation, denn vor Zebrastreifen darf nicht überholt werden. Auf einer vierspurigen Straße ist hier also besondere Vorsicht geboten.

Auch auf der Hauptstraße gibt es einen Zebrastreifen, dieses Mal ohne zusätzliche Sicherung. Alle Fahrzeuge warten aber vorschriftsmäßig um die Familie vorbeizulassen. Langfristig wird diese Stelle wohl eine Ampel bekommen müssen.

Für die Querstraße zeigen die Ampeln Rot, der hier ebenfalls vorhanden grüne Pfeil für Rechtsabbieger ist ausgeschaltet. Im Hintergrund ist die bereits durch Schilder angekündigte Tankstelle zu sehen.

Ein weiterer Blick über die Kreuzung zeigt die gegenüber wartenden Fahrzeuge. Die Beladung des Getränketransporters unten im Bild mag aus Sicht der Gewichtsverteilung richtig sein, allerdings fehlt der Formschluss nach vorne. Leider ist diese Getränkepritsche minimal zu kurz für die Getränkekisten. Beim großen Getränke-LKW ist dies besser gelöst.

An der Tankstelle stehen zwei sehr unterschiedliche Cabriolets. Der 190 SL der Dame links könnte mal eine Wäsche vertragen. Der Jeep rechts ist zwar optisch in Ordnung, die Kanne deutet aber darauf hin, dass ihm evtl. ein wenig Wasser fehlt. Die hilfsbereiten Tankwarte sind jedenfalls in beiden Fällen zur Stelle.

Die beiden Schautafeln verwenden zwar die gleichen Beleuchtungseinrichtungen und Schalter, weichen allerdings in Gestaltung und Bauweise des Rahmens erheblich voneinander ab. Daher gehe ich davon aus, dass die größere Tafel von einem anderen Hersteller stammt, der nur den gleichen Zulieferer für die Elektrik nutzte. Einen Hinweis auf den Hersteller konnte ich leider nicht finden.
Der Verkäufer vermutete, dass beide Tafeln aus den 1960er Jahren stammen, da in den 1970ern Metall- und Kunststofftafeln die alte Holzbauweise ablösten. Genauere Informationen habe ich leider nicht.

Während ich sonst häufig unverglaste Modelle auf meinen Dioramen verwende, wären diese für diese Straßentafeln wohl zu alt. Daher sind es auf der größeren Tafel frühe und auf der kleinen Tafel weniger frühe verglaste Modelle. Auch das Zubehör wurde dazu passend gewählt, einmal Verkehrzeichen mit flachen Sockeln, einmal mit den hohen, mal bemalte, mal unbemalte C-Figuren, sowie eine verglaste Tankstelle. Ein paar zeitliche Unstimmigkeiten sind möglich, die Einteilung erfolgte weitestgehend nach Gefühl.

Durch die gewählte Zeiteinteilung sind dieses Mal auch einige Modelle zu sehen, die es sonst eher selten vor meine Kamera schaffen.

Ich hoffe die kleine theoretische Fahrstunde hat gefallen! ;-)

Samstag, 20. Februar 2016

Auf dem Bahnhofsvorplatz - Detailaufnahmen

Nun folgen noch einige Detailaufnahmen des Dioramas, das im vorigen Beitrag vorgestellt wurde.

Mehrere Fahrgäste warten an der Haltestelle auf die nächste Straßenbahn. Ein Fahrgast hatte es wohl besonders eilig die Straßenbahn zu erwischen und hat sein Fahrrad einfach an der Litfasssäule abgestellt. Auf deren Rückseite muss eine Mutter gerade ihrer Tochter ein Plakat erklären.

In der Gegenrichtung warten etwas weniger Fahrgäste. Manche haben Koffer dabei, hoffentlich vergessen sie diese nicht auf den Bänken, wenn sie einsteigen. Da es in dieser Stadt nur anständige Menschen gibt, ist es kein Problem, die Koffer unbeaufsichtigt hinter sich stehen zu lassen. ;-)

Ein paar Meter entfernt wartet eine komplett grüne Familie darauf, die Gleise überqueren zu können. Den schweren Koffer hat der Vater für einen Moment abgestellt, aber gleich geht es weiter Richtung Innenstadt. Irgendwo dort soll das Hotel liegen, angeblich "in Bahnhofsnähe".

An der Bushaltestelle können die Passagiere bereits einsteigen, es hat sich eine kleine Schlange gebildet. Zwei weitere Fahrgäste warten mit ihren Koffern, während eine Mutter mit zwei Kindern vorbei eilt. Daneben studiert ein Besucher den Fahrplan, nachdem er den schweren Koffer endlich abstellen konnte.

In der Ecke zwischen Bussen, Taxen und dem Gebäude wird gerade ein Getränkelaster entladen. Er bringt Nachschub für die Gaststätte im Bahnhof. Da der Fahrer dafür über eine Treppe muss, geht es nicht anders, als Kiste für Kiste zu tragen.

Neben den bereits erwähnten Taxen steht ein kleiner Kiosk, an dem man beidseitig alles kaufen kann, was man für die Weiterfahrt brauchen könnte. Neben den beworbenen Erfrischungen gehören dazu auch aktuelle Tageszeitúngen. Ein Kunde beginnt bereits im Gehen damit, diese zu lesen.

Auch auf der anderen Seite stehen Kunden am Kiosk an. Ein Mädchen hat ihr Köfferchen abgestellt um zusammen mit ihrer kleinen Schwester ein paar Süßigkeiten zu holen. Die dahinter wartende Mutter erhofft sich dadurch wohl eine ruhigere Reise.

Vor dem Bahnhofsgebäude laufen viele Leute durcheinander. Ein Ehepaar verlässt gerade die Gaststätte, während im Vordergrund der Großvater von seinem Sohn und seiner Enkelin empfangen wird. Die Fahrradständer sind voll belegt, weitere Räder stehen bereits an der Hauswand. Es ist wohl Zeit für weitere Abstellmöglichkeiten zu sorgen.

Direkt von dem Eingang zum Bahnhof verabschieden sich gerade zwei Mädchen von ihren Cousinen, die nun zusammen mit der Tante wieder nach Hause fahren. Die beiden großen Koffer, darf die Tante wohl alleine tragen, für die Mädchen sind sie zu groß.

Der Chauffeur hat den Besuch seines Chefs gerade zum Bahnhof gebracht und dessen Gepäck ausgeladen. Der Chef hatte sich die Uniform in leuchtendem Grün gewünscht, passend zum Opel Kapitän. Leider hatte der Schneidermeister wohl eine etwas andere Vorstellung davon.

Ebenfalls in Grün, jedoch deutlich unauffälliger, ist dieser Herr gekleidet. Er ist an diesen Bänken verabredet und wartet nun darauf, von seinem Bekannten abgeholt zu werden.

Während am Parkplatz die Eltern versuchen, ihren Sohn einzuholen, wird daneben am Güterschuppen gearbeitet. Ein Postlaster wird gerade mit dem Gabelstapler beladen. Daneben muss die gemischten Ladung des Büssing von Hand in den Schuppen geschafft werden.

Ein weiterer Büssing ist auf dem Weg zum Güterschuppen und passiert gerade zwei abgestellte Anhänger. Diese warten hier wohl auf eine spätere Abholung.

Gerade ist diese Familie aus dem Ford 12M gestiegen, in dem ihr Nachbar sie zum Bahnhof gefahren hat. Nun müssen noch die Koffer ausgeladen werden, dann kann es losgehen.

Gleich zwei Parkplätze belegt dieser Borgward, mit seinem Anhänger hat er allerdings auch kaum eine andere Möglichkeit. Neben dem Anhänger ist ein Ehepaar gerade vom Fahrkarten kaufen zurück und steigt wieder in ihren Karmann Ghia.

Dieser weniger elegante Verwandte des Karmann, sogar in gleicher Farbe, muss gerade einen der neuen Straßenbahnzüge vorbei lassen, bevor er auf den Parkplatz fahren kann. Damit blockiert er leider auch den Überweg für eine Fußgängerin.

Aus dieser Perspektive sieht man, wie nah er bereits am Gleis steht, und trotzdem muss der Pullmann-Bus hinter ihm ein wenig ausweichen.

Auf der Hauptstraße ist viel Verkehr, dazu gehören auch zwei Busse mit Anhänger. Durch den neuen ZOB wurden sie auf andere Linien verbannt, die den Bahnhof nicht anfahren, da die dortige Haltestelle zu klein für sie ist.

Am Fußgängerüberweg warten gerade ein schwer beladener Opel Blitz sowie ein DKW darauf, dass die Fußgängergruppen die Straßen überquert haben. Hinter dem DKW staut sich der Verkehr bis zur nächsten Kreuzung.

In der angrenzenden Fußgängerzone steuert eine Frau zielstrebig das Schuhgeschäft an, während ihr Mann nur resignierend folgen kann. Er weiß bereits was nun kommen wird.

Der Blick in die Gegenrichtung zeigt, dass sich auch hinter dem Opel Blitz bereits eine Schlange bildet. Vielleicht sollte man an dieser Stelle langfristig doch über einen Fußgängertunnel nachdenken um den Verkehr auf der Hauptstraße nicht weiter zu behindern.

Weitere voll beladene Kleintransporter reihen sich hinter dem Magirus in den Stau ein, während der Postbus in der Gegenrichtung freie Fahrt hat. Ein Goliath wartet, ähnlich wie der Käfer, darauf, dass die Straßenbahn vorbeigefahren ist, um den Kreuzungsbereich verlassen zu können.

Ein Ford von "Wiking Transporte" wartet an der roten Ampel, während das lange Postbus-Gespann vorbeifährt. Für den Fall, dass die Ampeln mal ausfallen sollten, regeln entsprechende Verkehrszeichen den Verkehr. In diesem Fall dürfte es für ihn allerdings schwer werden, die verkehrsreiche Hauptstraße zu überqueren.

Auch in diesem Beitrag gibt es zum Abschluss einen Blick auf den Bahnübergang. Sowohl an der Schranke, als auch in der Gegenrichtung und an zwei Bussen haben sich Schlangen gebildet. Nur die BR 81 im Hintergrund hat freie Fahrt und muss auf niemanden warten.


Ich hoffe die Fotos haben gefallen, auch wenn es am Ende sehr viele waren. Es ist erstaunlich, wie viele Figuren auf so einem Diorama Platz haben. Ich habe alle meine C-Passanten verwendet, ohne dass es besonders voll geworden wäre. Dazu sind noch ein paar Tankwarte beteiligt, Polizisten sind nicht dabei. Fahrrad- und Motorradfahrer habe ich schlicht vergessen, das ist mir leider zu spät aufgefallen.

Die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes ist an den Platz vor dem Bremer Hauptbahnhof angelehnt. Wie man auf diesem Bild von 1962 sieht, besaß er eine ähnliche Dreiteilung, nur dass Parkplatz und ZOB vertauscht sind und die Taxen beim Parkplatz stehen und nicht wie hier bei den Bussen. Auf diesem Bild von ca. 1950 sieht man die Straßenbahn, die in Bremen, wie auch auf diesem Diorama, quer zum Bahnhofsvorplatz verläuft. Ebenfalls zu sehen ist die Straße, die, wie auf dem Diorama, nach rechts in Richtung Eisenbahngleise führt. In Bremen hat man dort allerdings von Anfang an eine Unterführung gebaut.
Der dort verwendete Seitenhintergrund ist dieses Bild, ebenfalls wohl um 1950 entstanden.